Weltmeisterschaft, Côte d’Azur und eine der anspruchsvollsten 70.3-Strecken überhaupt. Bei der IRONMAN 70.3 World Championship in Nizza erfüllte sich Jolanda Bucher vom TriMeca Performance Team endlich den Traum von einer Teilnahme an der 70.3-Weltmeisterschaft.
Nach einer alles andere als einfachen Vorbereitung war bereits der Start an der Côte d’Azur etwas Besonderes. Am Ende stand mit dem 11. Rang in der Age Group 35–39 zudem ein starkes Resultat.
Der Weg nach Nizza verlief nicht nach Plan. Eine Krankheit zwang Jolanda in den letzten Wochen vor der Weltmeisterschaft dazu, das Training deutlich zu reduzieren und eine Pause einzulegen.
Nachdem sie bereits 2022 und 2023 nicht an der 70.3 WM starten konnte, war die Erleichterung umso grösser, als sie dieses Mal rechtzeitig wieder gesund wurde und endlich an der Startlinie einer IRONMAN 70.3 World Championship stehen durfte.
Das Mittelmeer präsentierte sich am Renntag von seiner besten Seite. Ruhiges Wasser und ideale Bedingungen sorgten für einen gelungenen Auftakt.
Jolanda absolvierte ein solides Schwimmen, konnte sich jedoch nicht ganz so stark pushen wie erhofft. Entsprechend fiel die Zeit etwas langsamer aus als geplant. Doch das Rennen war noch lang und auf dem Rad wartete ihre Chance, Positionen gutzumachen.
Auf dem Rad fühlte sich Jolanda von Beginn an stark und konnte die gemeinsam mit ihrem Coach erarbeitete Rennstrategie konsequent umsetzen.
Die 93,3 Kilometer lange Strecke mit knapp 1’250 Höhenmetern verlangte den Athletinnen einiges ab. Besonders der Anstieg zum Col de Vence sorgte für eine echte Herausforderung. Auch auf der schnellen und teilweise technischen Abfahrt zurück Richtung Nizza fühlte sich Jolanda sicher und konnte mit viel Selbstvertrauen fahren.
Nach 3 Stunden und 6 Minuten erreichte sie mit einem guten Gefühl die zweite Wechselzone. Bis zu diesem Zeitpunkt war das Rennen praktisch genau nach Plan verlaufen.
Auf der Laufstrecke machten sich dann jedoch die schwierigen Wochen vor der Weltmeisterschaft bemerkbar.
Bis ungefähr Kilometer 13 konnte Jolanda einen guten Rhythmus halten. Danach wurden die Beine zunehmend schwer und der Halbmarathon entwickelte sich zu einem echten Kampf.
Zwischenzeitlich lag sie sogar auf Rang 7 ihrer Age Group, musste auf den letzten Kilometern jedoch einige Positionen abgeben. Jolanda kämpfte sich trotzdem Schritt für Schritt weiter und gab bis zur Finishline alles.
Am Ende erreichte Jolanda den starken 11. Rang in der Age Group 35–39.
Natürlich war es im ersten Moment schade, nach zwischenzeitlichem Rang 7 noch einige Positionen zu verlieren.
Viel wichtiger war jedoch das grosse Ganze: Nach der krankheitsbedingten Trainingspause überhaupt rechtzeitig wieder gesund zu werden, endlich bei der Weltmeisterschaft starten zu können und dort bis zum letzten Meter alles zu geben.
Die Strecke, die Atmosphäre und das Gefühl, sich bei einer Weltmeisterschaft mit den besten Athletinnen ihrer Age Group messen zu dürfen, machten Nizza zu einem ganz besonderen Erlebnis.
Ein starker 11. Rang bei der IRONMAN 70.3 World Championship und ein Rennen, das gezeigt hat, wie viel mit Durchhaltewillen auch nach Rückschlägen möglich ist. Herzliche Gratulation an unsere TriMeca Athletin Jolanda zu dieser starken Leistung in Nizza!